




|
|


Wege- und Platzflächen
Generell sollten im Garten überflüssige Belagsflächen vermieden werden. Bestimmte Bereiche jedoch müssen natürlich aus funktionalen Gründen befestigt werden. Dazu zählen im engeren Sinne Sitzplätze und Wege. Alle weiteren Belagsflächen stehen allerdings zur Disposition.Vor allem im Bereich der Beeterschließungen kann der Anteil der befestigten Flächen stark reduziert werden. Rasenwege, Rindenhäckselwege, Schotterwege oder einfache Holzpaneelen genügen hier. Auch sind die (notwendigen) Wege oft zu breit angelegt. Als Obergrenze für einen Erschließungsweg im Parzellenbereich ist 1,20 Meter anzusetzen, 0.40 Meter Breite bilden die Untergrenze für eine unproblematische Benutzung.
|
Wasserdurchlässige Beläge
Die oben angeführten und empfohlenen Beläge sind fast ausnahmslos wasserdurchlässige Beläge. Solchen Belägen werden folgende positiven Eigenschaften zugeschrieben:
- Langsames Versickern des Oberflächenwassers und Förderung der Grundwasserneubildung
- Geringere Oberflächenverdunstung, Erwärmung und Staubentwicklung
- Keine Wassermangelschäden für Bäume
- Lebensraum für "Spezialisten" unter den Pflanzen und Tieren in Fugen sowie Ritzen
- Beobachtungs- und Betätigungsfeld für Kinder
- Beteiligung des Tast- und Bewegungssinns beim Gehen
|

 |
 |
Beläge mit Fugen
Beläge sollten, wenn es von der Funktion her möglich ist, mit breiten Fugen oder sogar nur als Trittsteine im Rasen angelegt werden. Grund ist – wie bereits oben erwähnt – der ästhetische Reiz, die optisch ansprechende Kombination des Steinmaterials mit dem Grün der Vegetation. Es gibt kaum eine bauliche Maßnahme im Garten, die die Naturverbundenheit des Gartenbesitzers sinnfälliger ausdrückt.
|
Vermeiden von Einfassungen
Einfassungen werden im Wege- und Straßenbau hauptsächlich dann eingesetzt, wenn mit hohen Punkt-Belastungen durch Schwerlast-Fahrzeuge und daraus resultierenden Scherkräften zu rechnen ist.Diese Gefahr besteht im Bereich der privaten Nutzgärten oder Kleingärten nicht. Die Belagsflächen dienen hier nur für die fußläufige Erschließung. Dementsprechend kann auf Einfassungen vollständig verzichtet werden. Einzige Ausnahme: In einem hängigen Gelände kann es notwendig sein, den Belag gegen ein "Wegschwimmen" nach unten zu sichern. Der Übergang zwischen Weg und begrenzender Fläche soll fließend sein. Wegränder mit spontan aufkommenden Wildkräutern und Gräsern sind Unterschlupf für zahlreiche Tierarten. Kräuter und Gräser sollen auch in den Weg hineinwachsen dürfen und verschwinden bei häufigem Betreten von selbst. Wer aus gestalterischen Gründen auf eine Einfassungsreihe nicht verzichten will, der sollte folgendes beachten:
- Immer mit der Oberfläche bündige Einfassungen setzen
- Nur Einreiher verwenden
- Keine Betonkantensteine oder Betonbordsteine benutzen
- Besser sind Ziegel, Kleinsteinpflaster, hochgestellte Klinker- oder Betonpflastersteine
- Für bestimmte Beläge (z. B. Holzhäcksel- oder Rindenwege) eignen sich auch Kanthölzer
|
|
 |