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"Eine Ära geht zu Ende"
"Eine Ära geht heute zu Ende", mit diesen Worten eröffnete Wolfgang Tiefensee, Minister des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, seine Festrede, zu der auch seine Laudatio auf Ingo Kleist gehörte, der sich bei der bevorstehenden Wahl nicht mehr für das Amt des BDG-Präsidenten zur Verfügung stellte. "Ich kenne Ingo Kleist als vorbildlichen Menschen, und solche Menschen, die mit anpacken und etwas bewegen, brauchen wir in unserer ‚Man-müsste-Gesellschaft’", so Tiefensee. Er dankte Ingo Kleist für sein Engagement und die langjährige gute Zusammenarbeit und schloss seine Laudatio mit den Worten "Sie haben Großes für unser Land getan." Mit dem Satz "100 Mal mein Wohl ist nicht Gemeinwohl" leitete der Minister auf die Bedeutung des Kleingartenwesens für die Gesellschaft über. Während der Klimawandel zurzeit in aller Munde sei, frage aber niemand danach, wie es um das "menschliche Klima" bestellt sei. Tiefensee: "Das Kleingartenwesen sorgt tagtäglich für Klimaverbesserung, und zwar in beide Richtungen." Im Hinblick auf den Verbandstag hob er hervor, dass eine solche Veranstaltung von besonderer Bedeutung sei, um die Wichtigkeit der Arbeit des Kleingartenwesens für die Gesellschaft deutlich zu machen. "Ihre Arbeit ist für die Gesellschaft von eminenter Bedeutung, und ich möchte Ihnen Mut machen, nicht aufzugeben, wenn es einmal Probleme gibt", ermutigte Tiefensee die Zuhörer. Er sehe einen Trend, dass sich zunehmend auch jüngere Leute für die Verbandsarbeit interessierten und lobte das Engagement der Verbände, etwas für junge Leute zu tun, z.B. "Schnuppermitgliedschaften" anzubieten und bei der Umgestaltung von Parzellen zu familiengerechten Gärten Hilfe zu leisten, denn auch das Kleingartenwesen müsse sich immer wieder aktuellen Veränderungen in der Gesellschaft anpassen. Er berichtete, dass das Ministerium eine Studie zum Kleingartenwesen in Auftrag gegeben habe, die u.a. aufzeigen soll, wie sich das Kleingartenwesen entwickelt und welche Rolle es auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in 15 Jahren spielen kann. "Wir wollen Städte, die lebendig sind, und die Kleingärten gehören als grüne Oasen dazu", so der Minister. "Wir werden uns daher auch weiterhin dafür einsetzen, dass das Bundeskleingartengesetz als Schutzgesetz unangetastet bleibt. Und wir werden uns gegen die wenden, die versuchen, den Kleingärtnern das Wasser abzugraben", versicherte er unter dem Applaus der Delegierten. Diese engagierte Festrede bekam dann auch noch ein "I-Tüpfelchen": Präsident Ingo Kleist verlieh Minister Tiefensee die "Goldene Ehrennadel" des BDG als Anerkennung für sein persönliches Engagement, für die Leistungen seiner Mitarbeiter und für das Wirken des Ministeriums insgesamt. Mit den Worten "Unser Haus steht Ihnen offen" wandte sich Tiefensee Dr. Achim Friedrich, der für das Amt des Präsidenten kandidierte, zu. Er freue sich auf die Zusammenarbeit und schloss seine launige Rede mit einem Augenzwinkern und den Worten "Es wäre schön, wenn Sie die weitsichtige, an Problemen orientierte Arbeit des Ministeriums nicht nur im Stillen loben würden."
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Herzliche Verabschiedungen und ebenso herzliche Begrüßungen
Den Wahlen schlossen sich die Begrüßung der neuen Präsidiumsmitglieder und die Laudationes auf die aus dem Präsidium ausgeschiedenen Mitglieder an: Ingo Kleist, Raimund Goth, Rolf Neuser und Martin Rist. (Informationen über das Wirken von Ingo Kleist, Raimund Goth, Rolf Neuser und Martin Rist finden Sie in der Septemberausgabe vom "Gartenfreund", S. 174.) Aus dem Präsidium verabschiedet wurde auch Peter Paschke, der als Vize-Präsident kandidierte, aber nicht gewählt wurde. Besonders bewegend waren die "standing ovations" der fast 160 Delegierten und Gäste, die mit ihrem lang anhaltenden Applaus ihren Dank und ihre Anerkennung für Kleists langjähriges persönliches Engagement für das Kleingartenwesen zum Ausdruck brachten. Der Bundesverband verlieh Kleist für sein Wirken die Ehrenmitgliedschaft im BDG. Gerührt nahm Kleist die guten Wünsche und Abschiedsgeschenke entgegen und übergab sein Amt mit den Worten "Ich wünsche Dir für das Amt des Präsidenten viel Stehvermögen und eine glückliche Hand" an den neuen BDG-Präsidenten, Dr. Achim Friedrich.
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Von hohen Messlatten und großen Fußstapfen
"Ich danke Ihnen für das Vertrauen, das Sie mir mit der Wahl zum Präsidenten ausgesprochen haben", eröffnete Friedrich seine Rede. Er versprach, alles in seiner Kraft stehende zu tun, um die bevorstehenden Aufgaben zu lösen. Die Messlatte, die Ingo Kleist gelegt habe, liege hoch und sei für ihn schwer zu erreichen, und auch die Fußstapfen, die er hinterlasse, seien nur schwer auszufüllen, aber er sei sicher, dass er mit dem Präsidium und den Landesverbänden die Aufgaben gemeinsam angehen und lösen könne. "Wir müssen die Kleingärtner dort abholen, wo sie stehen, und gemeinsam in die Zukunft gehen – für ein nachhaltiges Kleingartenwesen", so der neue Präsident. "Unser gemeinsames Ziel ist es, das Kleingartenwesen in Zukunft zu erhalten, zu stabilisieren und die Aufgaben der Kleingärtner zu hegen und zu pflegen – zum Wohle der Gesellschaft" schloss der neue Präsident seine Rede und beendete damit den 25. Verbandstag des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde in Cottbus. Jutta Pleiner, Verlag W. Wächter, Bremen
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